Wohnmobil mit Hund

Aktualisiert: 18. Juli
Unser vierbeiniger Co-Pilot
Wenn ich von unseren Wohnmobil-Jahren erzähle, dann gehört sie in jede einzelne Geschichte dazu: Lilly, unsere Havaneser-Hündin. Sechs Kilo Fell, Charakter und Reiselust – geboren 2013, und seit wir 2014 mit dem Wohnmobil-Leben begonnen haben, war sie von Anfang an mit dabei. Sie kennt es also gar nicht anders.
Ihr Platz unter dem Tisch
Zuhause wie unterwegs hat Lilli ihren festen Platz: ihr Körbchen im Wohnmobil ist unter dem Tisch. Dort fühlt sie sich sicher, dort schläft sie am liebsten. Auf der Fahrt steht dort eine Box für sie – und das ist kein Zufall. Wir haben es mit den üblichen Anschnall-Lösungen probiert, wie man sie für Hunde auf dem Sitz kennt, aber das mochte sie gar nicht. In ihrer Box dagegen fühlt sie sich geborgen.
Sie hat uns sogar ihre eigene Sprache dafür beigebracht: Wenn es ihr in der Box zu lange wird, fängt sie an zu winseln – und wir wissen genau, was das heißt. Dann wird angehalten. Wir machen ohnehin sehr viele Pausen, wenn sie dabei ist, denn sie muss raus, trinken, sich bewegen. Das gehört zum Reisetempo einfach dazu, und ehrlich gesagt tut es uns meistens auch ganz gut.
Was bei ihr immer mit muss
Am Anfang unserer Wohnmobilzeit haben wir uns natürlich informiert, was man für Reisen mit Hund braucht. Vieles davon ist inzwischen Routine:
- Zeckenzange und etwas Verbandszeug
- ihre Bürste
- ausreichend eigenes Futter, für den Fall, dass wir vor Ort nicht die passende Qualität finden
Mittlerweile wissen wir aber auch: In Ländern wie Kroatien oder Italien gibt es gutes Hundefutter zu kaufen, wir müssen also nicht mehr für die ganze Reise vorsorgen. Und Lilly ist zum Glück auch nicht wählerisch – das macht vieles einfacher.
Bei Regen bekommt sie ihr Mäntelchen, denn nass werden mag sie gar nicht. Und im Hochsommer, wenn wir zum Beispiel in Italien bei großer Hitze über einen Markt gehen, ist der Boden für so kleine Pfoten schlicht zu heiß zum Laufen.
Packliste für alles was dein Hund braucht
Hier habe ich dir eine Packliste zusammengestellt, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Ergänze sie nach deinen Bedürfnissen.


Die Lösung bei grosser Hitze oder im öffentlichem Raum statt Maulkorb
Ein Rollkoffer mit Aussicht. Genau für solche Situationen haben wir uns etwas zugelegt, das sich richtig bewährt hat: eine Art Rollkoffer - Rucksack mit genügend Platz, in die Lilly hineinsitzen kann. Vorne ist ein Netz, das wir mit dem Reissverschluss schliessen können – sie hat trotzdem freie Sicht nach draussen und genug Luft. Das ist für uns die viel angenehmere Alternative, als ihr einen Maulkorb anzulegen, was sie überhaupt nicht gewohnt ist und was ihr sichtlich unangenehm wäre. Diese Tasche begleitet uns zum Beispiel immer, wenn wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.
Das Praktische daran: Man kann sie auch als Rucksack tragen. Früher, als wir noch Fahrräder ohne Hunde-Korb hatten, hat Stephan sie sich einfach auf den Rücken geschnallt, mit Lilly darin. Heute haben wir E-Bikes mit richtigem Hundekorb – und den liebt sie über alles. Da sitzt sie einfach nur zu gern drin.

Zehn Jahre Wohnmobil-Geschichte, und mittendrin: eine kleine Hündin, die uns beigebracht hat, öfter Pause zu machen, langsamer zu reisen – und die genau deshalb zu einem der schönsten Teile unserer Reisen geworden ist.
Herzlichst eure Brigitta



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